Kursinformationen: Pinchen, Polieren und Rauchbrand

Beim Pinchen werden Gefäße oder Objekte aus einem Tonstück heraus geformt. Alles
entwickelt sich spielerisch, fast wie von selbst aus der Arbeit der Hände heraus. Daher
empfinden die meisten Kursteilnehmer/innen die Arbeit als sehr entspannend und meditativ.
Sensibilität, Intuition und Formgefühl werden befördert.

Kursverlauf: Der Kurs will die Grundkenntnisse der Pinch-Technik vermitteln. Dazu fertigen
wir am ersten Nachmittag/ Abend Schalen und einige „Stein-Objekte" an. Über Nacht
trocknen diese Stücke soweit, dass wir am zweiten Kurstag mit der Oberflächenbearbeitung
beginnen können. Die Werkstücke werden mit flexiblen Stahlschienen geglättet. Am letzten
Tag sind die Stücke dann lufttrocken und können geschliffen werden. Schließlich erfolgt das
Polieren der Oberfläche mit Öl, Wasser und Poliersteinen. Begonnene Arbeiten, die im
Rahmen der Kurszeit nicht fertig werden, können zu Hause vollendet werden.

Nach dem Rücklauf der fertig polierten Stücke, werden diese von mir in einem ersten Brand
im Elektroofen bei ca. 900°C gebrannt.
Vor dem nun folgenden Rauchbrand präpariere ich die Stücke mit Naturmaterialien, Oxyden
und Salzen. So können im Brand interessante Oberflächeneffekte erzielt werden. (Wer
möchte, kann sich gern an der Vorbereitung der Stücke sowie am Besatz und Entzünden des
Ofens beteiligen. Diesen Termin bestimmen wir dann situationsbezogen.) Der Brennvorgang
selbst dauert je nach Witterungsbedingungen zwei bis drei Tage. Eine abschließende feine
Wachsschicht verleiht der Oberfläche unserer Arbeiten seidigen Glanz und lässt die
Rauchzeichnungen kontrastreich hervortreten. Danach können die fertigen Stücke in der
Werkstatt abgeholt oder von mir zugeschickt werden.

Vorkenntnisse: Zur Teilnahme am Kurs sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich. Werkzeug
und Material werden gestellt. Falls Sie schon einen eigenen Polierstein besitzen, bringen Sie
diesen doch bitte mit! (Zum Polieren eignen sich getrommelte Halbedelsteine, insbesondere
Achat und Bergkristall. Poliersteine sollen absolut glatt und ohne Risse und Verletzungen an
der Oberfläche sein.) Der Kurs ist nicht geeignet für Menschen mit Neigung zu
Sehnenscheidenentzündung.

Ort: Keramikwerkstatt „stück.werk“,
Nollendorfer Str.8, 07743 Jena (am Saalbahnhof)

Zeitablauf: Freitag:
Sonnabend:
Sonntag:
16.00-20.00 Uhr
10.00 -17.00 Uhr
10.00 -15.00 Uhr

Bekleidung: Für die Arbeit mit Ton bitte bequeme Arbeitskleidung tragen, damit wir uns bei
der Arbeit wohlfühlen und gut bewegen können (möglichst keine helle oder weiße Kleidung,
denn der eisenoxydhaltige Ton kann Flecke hinterlassen).

Verpflegung: Für die Tagesverpflegung sorgen wir gemeinsam. Pausengetränke können in
der Werkstatt bereitet werden. Ein Bäckergeschäft und ein Einkaufsmarkt befinden sich in
der Nachbarschaft, ebenso eine preiswerte „Kneipe" mit Biergarten (ca. 5 Minuten Fußweg).

Kosten: je Teilnehmer/in 220,00 € (einschl. Material u. Brennkosten)
Der Kurs findet nur statt bei verbindlicher Anmeldung von wenigstens 5 Teilnehmern/innen.
Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 8 Personen.

Kontakt: Keramikwerkstatt „stück.werk", R. Leonhardt, Nollendorfer Str. 8 , 07743 Jena
Tel./ Fax: 03641/ 636803 (d), 03641/ 636674 (p) oder 0176/ 2606 7366 (mobil).

Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit!
Ragnvald Leonhardt